Das ist unser Geschäftsführer...

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Bereits mit 11 Jahren hat unser Geschäftsführer, Julian J. Schrader, begonnen sich mit dem Thema Digitalisierung zu befassen. Marleen hatte da doch noch einige Fragen, als ihr das aufgefallen ist. Lesen Sie heute in diesem Interview, wie alles begann.

Julian, wann und woher kam die Leidenschaft zur Digitalisierung?

Ich weiß, dass es im Jahr 2000 war und wir gerade Urlaub in Frankreich gemacht haben, als ich im VW-Bus meiner Eltern die Chip gelesen habe. Dort sah ich eine Anzeige des Webhosters Strato und stellte fest, dass ich mir mit meinem Taschengeld eine eigene Webseite mit einer echten Domain leisten kann.

Ein 11-Jähriger, der im Urlaub die Chip liest, warum gerade diese Zeitschrift?

Ich hatte grundsätzlich schon immer Interesse an Computern und Elektronik, wofür wohl mein Opa verantwortlich war. Mit dem wurde viel gelötet, zum Beispiel eine Ampelschaltung für die Lego-Kreuzung, sogar mit 3 Farben! So konnte man sicherstellen, dass die Legomännchen mit ihren Fahrzeugen keine Unfälle bauten, oder – wenn doch jemand bei rot gefahren ist – die Polizei diese Angelegenheit regeln konnte.

Anyways, die Chip, die interessanterweise ja aus Würzburg von Vogel ist, beziehungsweise damals von Vogel verlegt wurde, war eben meine regelmäßige Lektüre.

Und wie ging es dann weiter?

Ich erinnere mich noch, dass Papas Kontoverbindung genutzt werden musste und der Betrag für die Website dann von meinem Taschengeld abgezogen wurde. Und so ging es los…

Ich habe mir im Selbststudium mit Ressourcen wie Dr. Web selbst HTML, CSS, JavaScript und PHP beigebracht.

Wie kamst du zu deinem ersten Job und wie alt warst du da?

Ich bin damit damals schnell so gut gewesen, dass ich im Homepage-Forum Moderator wurde, weil ich zu denen gehörte die sich gut auskannten und täglich online war.

So kam es dann, dass ich 2003 die ersten Aufträge bekommen habe, also mit ungefähr 14 Jahren.

Hieß also Vormittags Schule und dann ab an den PC?

Später dann auf jeden Fall!

Die ersten Versuche haben noch auf dem Familien-PC stattgefunden, den ich nur eine begrenzte Zeit pro Tag benutzen durfte. Aber es hat gereicht um mein Taschengeld aufzubessern und war dann auch mein Ferienjob.

Und jetzt bist du Geschäftsführer der SOPHISTICATES GmbH. Wie kam es dazu?

Als ich dann 2007 endlich volljährig war, habe ich direkt meine Selbstständigkeit angemeldet und kurz darauf, also 2008 nach dem Abi, mein Bachelorstudium in Wirtschaftsinformatik begonnen. Währenddessen arbeitete ich weiter an den Aufträgen die so reinkamen und war außerdem studentische Hilfskraft am Informatik Lehrstuhl. Dort habe ich am eLearning-System der Uni mitgearbeitet, wo meine Arbeit hauptsächlich aus der Webentwicklung auf Java-Basis bestand.

Da die Uni-Caféteria als Arbeitsplatz aber auf Dauer einfach zu laut war und ich einen ruhigen Arbeitsplatz in Uni-Nähe brauchte, folgte die Mitgründung der Bürogemeinschaft P8. Das war für mich ein großer Schritt in Richtung Professionalisierung und ich war auch sehr stolz auf mein erstes eigenes Büro. So ging das dann voran bis ich während meines anschließenden Masterstudiums (Business Information Systems) im Februar 2012 die SOPHISTICATES GmbH gründete.

Im Vergleich zu der Arbeit damals, was hat sich seitdem am stärksten verändert?

Die stärkste Änderung kam 2006, dadurch dass ich Ruby on Rails entdeckte, das war mind-blowing.

Zu dieser Zeit hatte ich bereits mit einem Freund ein Online-Portal für eine Community gebaut – das ist damals handprogrammiert in PHP und mit Datenbankabfragen entstanden.

Ich weiß noch, dass ich mich gewundert habe, weil sich mit den Datenbanken viele sehr schwer getan haben. Ich fand das eigentlich relativ einfach, und so haben wir in unsere Community ein Forum, einen Blog und ein privates Nachrichtensystem eingebaut. Das war nur mit PHP und einer MySQL-Datenbank allerdings aufwändig.

Für die größte Erkenntnis sorgte der dänische Programmierer und Urheber von Ruby on Rails, David Heinemeier Hansson (auch bekannt als DHH), dann mit dem berühmten Screencast “Creating a Weblog in 15 Minutes”.

In dem Video führte er eindrucksvoll vor, wie schnell sich mit Ruby on Rails brauchbare Webanwendungen erstellen lassen.

Daraufhin habe ich mir natürlich “Rails” runtergeladen und die Programmiersprache Ruby kennengelernt. Und fand es so viel schöner damit zu arbeiten, als mit dem PHP-MySQL-Stack.

Dann gab es damals das erste Projekt auf der Basis von Ruby on Rails: „Waschstrasse.info - das Smart Repair Verzeichnis“, ein Firmenverzeichnis von Autowerkstätten. Das war immerhin 10 Jahre lang online (lacht)!

Ich habe seitdem immer wieder Abstecher in andere Technologien gemacht, aber die Haupttechnologie ist Ruby on Rails geblieben, weil man damit relativ fix sehr gute, moderne Webapplikationen bauen kann.

Das Gespräch führte Marleen von dem Bussche.

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